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                                                                                         Stolpersteine für Frankfurt (Oder) und Słubice

++ Weissmann ++ Fürst ++ Fellert ++ Eisenhardt ++ Berlowitz ++ Rau ++ Rosenbaum ++ Perlinski ++ Angerthal ++ Guttstadt ++ Loewenstein ++ Marx ++ Stein ++ Herzberg ++ Boschwitz ++ Kaiser ++ Schwarz ++ Alexander ++ Bork ++ Dr. Salomonski ++ Struck ++ Löschgold ++ Eisenhardt ++ Binger ++ Ephraim ++ Broh ++ Czerninski ++ Sternberg ++ Kahne ++ Giballe ++ Mamroth ++ Luft ++ Raphael ++ Neumark ++ Grün ++ Maybaum ++ Friedländer ++ Berkmann ++ Segall ++ Kahnemann ++ Meyer ++ Lewin ++ Miedzwinski ++ Naftaniel ++ Schiff ++ Neumann ++ Brodsky ++ Cassel ++ Wachsmann ++ Bykiel ++ Köln ++ Jacob ++ Mayer ++ Stein ++ Blumenfeld ++ Cohn ++ Caspary ++ Lewy ++ Scheidemann ++ Urbach ++ Salomon ++ Warzawski ++ Köhler ++ Lewin ++ Bernhard ++ Jacobi ++ Senff ++ Eichelgrün ++ Eschwege ++ Neumann ++ Nehab ++ Gumpert ++ Wollmann ++ Pincus ++ Hirschberg ++ Jonas ++ Pick ++ Landshoff ++ Simon ++ Nathan ++ Heilborn ++

 

Hier wird das Schicksal der "rassisch Verfolgten" Frankfurter Mitbürger dargestellt.

 

Der Antisemitismus (bis 1945) definierte das Judesein ethnisch und rassistisch, um auch konvertierte Juden weiterhin als Juden mit angeblich unveränderlichen, ererbten negativen Charaktereigenschaften ausgrenzen zu können.
Sie konnten im Deutschen Kaiserreich trotz rechtlicher Gleichstellung weder durch Verzicht auf ihre Religionsausübung noch durch Heirat mit Andersgläubigen oder Konversion zum Christentum volle gesellschaftliche Anerkennung, Bildungs- und Aufstiegschancen erreichen.
In der Völkischen Bewegung wurde diese Ablehnung verschärft und die Vertreibung oder Ausweisung aller von Juden abstammenden Personen gefordert.
Der Nationalsozialismus übernahm die Vertreibung aller jüdisch stämmigen und mit Juden verheirateten „Mischlinge“ als politisches Ziel und führte 1935 eine entsprechende Gesetzgebung ein: die Nürnberger Gesetze. Diese wurden, ungeachtet des Glaubensbekenntnisses, auf alle Personen angewandt, die mindestens einen jüdischen Großelternteil (männlich oder weiblich) hatten; wobei diejenigen mit väterlicher/großväterlicher Abstammung wesentlich härter ausgegrenzt wurden und das Jahr 1800 willkürlich festgelegt wurde für den Zeitpunkt der Konversion. Den betroffenen Juden in Deutschland wurden damit ihre deutsche Nationalität und Bürgerrechte aberkannt (s. Reichsbürgergesetz → Erste Verordnung vom 14. November 1935).
Das NS-Regime benutzte diese rassistische Definition des Juden seins seit Beginn des Zweiten Weltkriegs auch in den von Deutschland besetzten Gebieten zur Deportation, Ghettoisierung und Vernichtung der Juden im Holocaust.Im Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 - 1945 - www.bundesarchiv.de/gedenkbuch - gibt es 98 Einträge mit der Suchangabe „Wohnort“ Frankfurt (Oder) und 181 Einträge mit der Sucheingabe „Geburtsort“ Frankfurt (Oder).
Im Jahre 1864 lebten 808 jüdische Mitbürger in Frankfurt (Oder).
Dies entsprach einem Anteil an der Bevölkerung von 2,20 % bei insgesamt 36.727 Einwohnern.
Die am 16.06.1933 durchgeführte Volkszählung auf dem Gebiet des
Deutschen Reiches ergab eine Gesamtbevölkerung von 65,2 Millionen Menschen.
Die Zahl der Juden belief sich auf 499.682.
Dies entsprach einem Anteil an der Bevölkerung von 0,77 %.
Diese Zahl - bezogen auf das Gebiet des Deutschen Reiches - verringerte sich
seit 1910 kontinuierlich.
1933 lebten 568 jüdische Mitbürger in Frankfurt (Oder).
Dies entsprach einem Anteil an der Bevölkerung von 0,75 % bei
insgesamt 75.733 Einwohnern.
Es ist davon auszugehen, dass es sich bei dieser Zahl um Frankfurter Mitbürger handelte, die sich selbst als jüdisch eingeordnet hatten.

In Sinne der nationalsozialistischen Ideologie gab es bei der Volkszählung vom 17.05.1939 auch in Frankfurt (Oder) die willkürlich festgelegte rassistische Definition des Juden seins wie „Volljude“, „Jude“, „Halbjude“, „jüdischer Mischling“ und „Geltungsjude“ - 298 Frankfurter Mitbürger wurden so willkürlich definiert.

 

Verlegung 2006

 

Nissel Weissmann

 

Nissel Weissmann in den `30 Jahren

 

Kennkarte von Ursula Vater, Enkelin von Nissel Weißmann

 

Rosa und Ludwig Fürst

 

Albert Fellert

 

Albert Fellert 1910

 

Geschwister Fellert 1931, ein Foto zum 70.Geburtstag ihrer Mutter:
oben (l.n.r) : Albert, Cecilie, Siegfried

unten (l.n.r) : Werner, Kurt

 

Albert Fellert nach der Entlassung aus einer Besserungshaft im Jahre 1939

 

Albert Fellert - ca. 1939 -

 

Verlegung 2007

 

Dina und Martin Eisenhardt

 

Kurt, Elsa, Rita und Lothar Fellert

 

Geschwister Fellert 1931, ein Foto zum 70.Geburtstag ihrer Mutter:

oben (r.n.l) : Siegfried, Cecilie, Albert

unten (r.n.l) : Werner, Kurt

 

Elsa Fellert 1930

 

Rita Fellert (ca. 1937)

 

Lothar Max Fellert (ca. 1938)

 

Verlegung 2008

 

Margarete, Max, Julius, Eugen Berlowitz und Frieda Rau

 

Margarete Berlowitz

 

Max Berlowitz

 

Erna und Julius Rosenbaum

 

von links nach rechts: Meinhardt Rosenbaum mit Ehefrau, Erna und Julius Rosenbaum, Martin und Rosi Rosenbaum (Privatfoto von Jan Rosenbaum)

 

Erna und Julius Rosenbaum vor ihrer Wohnung in Amsterdam, Rijnstraat 126 III (Privatfoto von Jan Rosenbaum)

 

Postkarte von Julius und Erna Rosenbaum aus dem KZ Bergen-Belsen (Jan Rosenbaum)

 

Leonore und Max Perlinski

 

Verlegung 2009

 

Adolph Angerthal

 

Richard Johann Guttstadt 

 

Paula Loewenstein 

 

Hans - Georg Marx , Ella Stein, geb. Wolff ,Betty Herzberg ,Paul Boschwitz
Else Boschwitz, geb. Brauer ,Georg Kaiser ,Margarete Kaiser, geb. Sandberg
und Cäcilie Schwarz, geb. Philipsborn 

 

Lina Herzberg

 

Klara Alexander und Flora Bork 

 

Verlegung 2010

 

Rabbiner Dr. Martin Salomonski

 

Der Künster Gunter Demnig und der Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke

 

Der Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke und der Gesandte des Staates Israel Emmanuel Nahshon

und Pate des Stolpersteines für den Rabbiner Dr. Martin Salomonski

 

Jim Herzog, USA, Enkelsohn vom Rabbiner Dr. Martin Salominski

 

Angehörige - Enkel und Urenkel - des Rabbiners Dr. Martin Salomonski

aus den USA, Großbritannien, Argentinien und Israel

 

Sophie Struck 

 

Sally und Johanna Löschgold

 

Rosa Eisenhardt

 

Dora Binger

 

Leopold Ephraim

 

Alfred Broh und Doris Broh und Edith und Leo Czerninski

 

Julius Sternberg, Herta Sternberg, Johanna Kahne, geb. Sternberg,

Lydia Giballe, geb. Sternberg, Leo Giballe und Brigitte Giballe

 

Moses Mamroth

 

Hedwig Luft

 

Paul Raphael

 

von links nach rechts - Enkelkinder von Paul Raphael aus Großbritannien und die Freundin aus Kinderzeiten

der Tochter von Paul Raphael

 

Dr. Hermann Neumark, Ilse Neumark und Alfred Neumark

 

Der Künstler Gunter Demnig und seine Helfer - Auszubildende und Ausbildungsmeister des ÜAZ Bauwirtschaft Frankfurt (Oder)

 

Verlegung 2011

 

Rabbiner Dr. Iwan Jacob Grün und Rabbiner Ignaz Maybaum 

 

Bruno und Marie Friedländer 

 

Julius Berkmann

 

Käthe Segall, Margarete und Ruth Kahnemann 

 

Günter Meyer, Walter Meyer und Frieda Meyer 

 

Emma Lewin und Esther Lewin

 

Heinrich Miedzwinski

 

Ferdinand Miedzwinski, Hedwig Miedzwinski, Arnold Naftaniel, Martha Naftaniel, Herbert Naftaniel, Max Naftaniel, Hilde Schiff und Ruth Neumann

 

Der Künstler Gunter Demnig, seine Helfer - Auszubildende und Ausbildungsmeister des ÜAZ Bauwirtschaft Frankfurt (Oder) mit

Zeitzeugin Frau Schröter

 

Ada Brodsky

 

Im September 1938 verließ Ada Neumark - spätere Brodsky - im Alter von 14 Jahren ihre Geburtsstadt Frankfurt (Oder), im Oktober ihr älterer Bruder Alfred und nach der Kristallnacht im November 1938 ihre Eltern Dr. Hermann Neumark und Ilse Neumark, um in Palästina Schutz vor der Judenverfolgung in Deutschland zu finden.
Im Januar 2010 nahm die Projektgruppe Stolpersteine Frankfurt (Oder) Kontakt zu Ada Brodsky auf.
Sie gab ihre Zustimmung für die Verlegung von 3 Stolpersteinen für ihren Bruder und für ihre Eltern.
Die Verlegung von der Stolpersteine und eines Platzhalters erfolgte am 05.07.2010.
Denn es war Ada Brodskys ausdrücklicher Wunsch, dass auch sie einen Stolperstein erhält, wenn sie nicht mehr lebt, damit sie auf diese Weise in ihrer Geburtsstadt Frankfurt (Oder) mit ihren Eltern und ihrem Bruder wiedervereint ist.
Am 12.April 2011 verstarb Ada Brodsky in Jerusalem.
Die Verlegung ihres Stolpersteines erfolgte am 08.09.2011 unter großer Teilnahme der Frankfurter Bürger.

Die Verlegung erfolgte durch Auszubildende des Überbetrieblichen Ausbildungszentrums der Bauwirtschaft (ÜAZ) Frankfurt (Oder).

 

Weitere Informationen zu Ada Brodsky: http://de.wikipedia.org/wiki/Ada_Brodsky

Weitere Fotos aus der Märkischen Oderzeitung (MOZ): http://www.moz.de/galerie/moz-mediathek/g3/102075

 

Verlegung 2012


Rabbiner Curtis Cassel

 

Künster Gunter Demnig und Florian Scheurle, Präsident des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen

und Pate des Stolpersteines für den letzten Rabbiner der Stadt Frankfurt (Oder) Curtis Cassel

 

Florian Scheurle, Gunter Demnig, Dr. Claudia Possardt als Vertreterin der Stadt Frankfurt (Oder) und

der Vorsitzende der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung Peter Fritsch

 

Georg und Maria Bertha Meyer

 

Konrad Ludwig Wachsmann, Else Wachsmann und Charlotte Philippine Bleistein

 

Charlotte Bykiel

 

Adolf und Marie Köln

 

Ibert Jacob, Pauline Jacob, Margot Mayer, Rudolf Mayer, Henriette Stein und Willy Stein

 

Richard und Frieda Blumenfeld

 

Albert und Estelle Zimmt

 

Sophie Cohn

 

Der Künstler Gunter Demnig mit seinen Helfern - Auszubildende und Ausbildungsmeister des ÜAZ Bauwirtschaft Frankfurt (Oder)

 

Verlegung 2013

 

Paula und Arthur Caspary

 

Elisabeth Jacobi

 

Cäcilie Lewy

 

Frieda und Günther Friedländer

 

Erna und Salomon Scheidemann

 

Max Urbach

 

Else Salomon

 

Auguste Golde Warzawski

 

Der Künstler Gunter Deming mit seinen Helfern - Auszubildende und Ausbildungsmeister des ÜAZ Bauwirtschaft Frankfurt (Oder)

 

Verlegung 2014

 

Elisa Köhler
Emma Lewin

Isidor Bernhard

 

Herman Jacobi 

 

Gertrud Senff
Hilde Eichelgrün
Anna Eschwege
Gerhard Neumann
Anneliese Neumann
Frieda Neumann 
Leo Nehab
Gertrud Nehab
Ernst Nehab
Walter Nehab
Ruth Nehab
Lisa Nehab
Rosa Nehab
Künstler Gunter Demnig - rechts - und die Projektgruppe "Stolpersteine Frankfurt (Oder) und Słubice" - von links - Frank Hühner und Carsten Höft

Der Künstler Gunter Demnig - links - mit seinem Helfer J. Friedrich Baudenkmalpflege

 

Verlegung 2015

 

Elisabeth Jacobi

Hermann Jacobi

 

Paul Gumpert
Franz Gumpert
Eva Gumpert

 

Ignatz Wollmann
Esfira Esther Wollmann
Max Wollmann
Heinz Wollmann
Martin Wollmann

 

Hugo Pincus
Elsbet Pincus
Susanna Pincus
Eva Pincus

 

Der Künstler Gunter Demnig - links - mit seinem Helfer J. Friedrich Baudenkmalpflege

 

Verlegung 2016

 

Josef Hirschberg
Else Hirschberg
Ruben Hirschberg

Michael Hirschberg

 

Friedrich Jonas

 

Isaak Pick

 

Margarete Landshoff

 

Jakob Simon
Margarete Simon

Joachim Simon

 

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Stand: 08.08.2016

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Stand: 06.06.2017