Projekt „STOLPERSTEINE Frankfurt (Oder)und Słubice“
Was sind „STOLPERSTEINE“?
„STOLPERSTEINE“ sind eine Initiative und Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig.
Seit 1992 wurden an über 430 Orten bisher über 20.000 Steine für Opfer des Nationalsozialismus (jüdische Opfer, Zeugen Jehovas, politisch Verfolgte, Sinti und Roma, Homosexuelle, Euthanasieopfer u.a.) verlegt.
Initiativen, Schulen, Angehörige und Hinterbliebene recherchieren die Daten von Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und deportiert wurden.
Liegen die recherchierten Daten vor, fertigt Gunter Demnig einen Betonquader,der mit einer 10 x 10 cm großen Fläche - einer Messingplatte - abschließt.
Diese versieht er in der Regel mit dem Schriftzug Hier wohnte dem Namen, Geburtsjahr und dem Schicksal des Menschen, meist das Datum der Deportation oder des Todes.
Den Stein lässt er jeweils bündig in den Bürgersteig oder die Straße direkt vor der Haustür zur letzten Wohnung des Opfers oder im näheren Umfeld sofern die letzte Wohnung nicht mehr existiert.
„STOLPERSTEINE“ sollen den „Stolpernden“ zum Nachdenken anregen und verdeutlichen, dass der Nationalsozialismus überall seine Opfer gefunden hat.
Durch die Berichterstattung in der Presse werden Interessierte auf „STOLPERSTEINE“ in ihrer näheren Umgebung aufmerksam und suchen die Stellen gezielt auf. Passanten nehmen die Steine im Vorübergehen unbewusst wahr oder machen sich Gedanken, wie es dazu kam, dass Menschen mitten aus ihrem täglichen Leben herausgerissen wurden.
In Frankfurt (Oder) sind die ersten 7 STOLPERSTEINE am 08.05.2006 verlegt worden.
Weitere „STOLPERSTEINE" sind im Land Brandenburg unter anderem in Cottbus, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Erkner, Fürstenwalde, Guben, Hennigsdorf, Königs-Wusterhausen, Letschin, Lübben, Mittenwalde, Nauen, Neuruppin, Oranienburg, Potsdam, Schöneiche, Senftenberg, Strausberg, Teupitz, Treuenbrietzen, Zehdenick, Zepernick/Pankethal verlegt worden.
Es folgen weitere Orte im Land Brandenburg.
Warum „STOLPERSTEINE“ in Frankfurt (Oder)und Słubice?
Mit den „STOLPERSTEINEN“ wird an Frankfurter Bürgerinnen und Bürger erinnert, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden.
Wie in allen anderen europäischen Städten wurden auch in Frankfurt (Oder) viele Menschen Opfer des Nationalsozialismus.
Engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankfurt (Oder) haben die Aktion „STOLPERSTEINE“ aufgegriffen und recherchierten nach Frankfurter Opfern, um diesen mit einem „STOLPERSTEIN“ im Alltagsleben zu gedenken.
Hierbei kann die Projektgruppe „STOLPERSTEINE“, auf die Unterstützung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt (Oder) zurückgreifen.
Wer unterstützt „STOLPERSTEINE“ in Frankfurt (Oder)und Słubice?
„STOLPERSTEINE Frankfurt (Oder)“ wird unterstützt durch:
- Bund der Antifaschisten Frankfurt (Oder) e.V. - Gerhard Hoffmann
- Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e.V.- Carsten Roman Höft
- Einzelpersonen, denen diese Form der Erinnerungsarbeit ein besonderes Anliegen ist
Kann ich spenden oder Patenschaften für die Aktion „STOLPERSTEINE“ übernehmen?
Mit Spenden kann die Arbeit der Projektgruppe „STOLPERSTEINE“ unterstützt werden.
Spenden können unter dem Stichwort „STOLPERSTEINE“ auf folgendes Konto eingezahlt werden:
Historischer Verein zu Frankfurt (Oder) e.V
Bank: Sparkasse Oder-Spree
Bankleitzahl: 17055050
Kontonummer: 3910329798
Neben zweckgebundenen Spenden besteht auch die Möglichkeit einer Patenschaft für „STOLPERSTEINE“ zu übernehmen.
Paten übernehmen hierbei die Kosten für einen „STOLPERSTEIN“ in Höhe von
95 Euro.
Auch können mehrere Paten für einen „STOLPERSTEIN“ spenden.
Daueraustellung "Stolpersteine" in der Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft" 1930 - 1945 / 1945 - 1989
Am 11.07.2007 wurde durch den Künster Gunter Demnig in der Gedenk- und Dokumentationsstätte "Opfer politischer Gewaltherrschaft" 1930 - 1945 / 1945 - 1989" , Collegienstraße 10, 15230 Frankfurt (Oder),Tel. (0335) 6802 712 ,Fax: (0335) 401 56 - 11 (Öffnungszeiten: Mo, Di, Do 09.30 bis 17.00 Uhr,Mi geschlossen, Fr. 09.00 bis 13.00 Uhr) eine Daueraustellung zur Aktion "Stolpersteine für Frankfurt (Oder)" eröffnet.
Der Besuch der Gedenk- und Dokumentationsstätte ist kostenlos.

Gunter Demnig

Gunter Demnig und Carsten Roman Höft

Roni Fellert mit seinem Vater Ralf Fellert - Neffe von Albert und Kurt Fellert - gemeinsam mit Dr. Martin Schieck, Museum Viadrina

Ralf Fellert mit Gerhard Hoffmann, Bund der Antifaschisten Frankfurt (Oder) e.V.
Daueraustellung "Dr. Martin Salomonski - Ein Frankfurter Rabbiner"
Am 05.07.2010 wurde durch Herrn Jakob Moltchadski in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt (Oder) die Dauerausstellung "Dr. Martin Salomonski - Ein Frankfurter Rabbiner" eröffnet.
An der Ausstellungseröffnung nahmen Angehörige des Rabbiners Dr. Martin Salomonski aus den Staaten Großbritannien, USA, Israel und Argentinien auch der Pate des Stolpersteines für den Rabbiner Dr. Martin Salomonski - der Gesandte der Botschaft des Staates Israel Herr Emmanuel Nahshon - teil.

Die Dauerausstellung ist in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt (Oder), Halbe Stadt 30, 15234Frankfurt (Oder), Telefon 0335/60688830 nach Vereinbarung zu besichtigen.
Eröffnungsflyer über die Ausstellung des Rabbiners Dr. Martin Salomonski....weiter